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CARRA2 startet: Pan-arktische Reanalyse in 2,5‑km‑Auflösung – Datensatz ab 1985, Workshop im Juni

Der Copernicus Climate Change Service führt mit CARRA2 eine pan‑arktische Reanalyse in 2,5‑km‑Auflösung ein. Der Datensatz beginnt im September 1985, wird monatlich mit geringer Latenz aktualisiert und im Juni in einem Nutzer‑Workshop vorgestellt.

Antarktis
Bild: Eisberg und Ozean · Climate-Academy.org · PHOTRA-Netzwerk · Climate-Academy.org Archiv

Start von CARRA2

Der Copernicus Climate Change Service (C3S) führt die nächste Generation seiner arktischen Reanalyse ein. CARRA2 deckt die gesamte Arktis sowie angrenzende Regionen in einem 2,5‑km‑Gitter ab. Der Datensatz beginnt im September 1985 und wird laufend bis zur Gegenwart fortgeführt.

Abdeckung, Auflösung und Aktualisierung

Die hohe räumliche Auflösung verbessert die Darstellung von Gebirgen, Gletschern, Küsten- und Inselstrukturen sowie mesoskaligen Wettermustern gegenüber bisherigen pan‑arktischen Produkten. Aktualisierungen erscheinen monatlich mit einer Verzögerung von weniger als drei Monaten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung stehen 24 Jahre an Daten bereit, bereitgestellt in acht Drei‑Jahres‑Paketen; weitere Jahrgänge folgen schrittweise.

Datenzugang

CARRA2 ist über den Copernicus Climate Data Store (CDS) verfügbar. Die Bereitstellung erfolgt in standardisierten Formaten mit Metadaten zur Nutzung und Qualitätssicherung. Die gestaffelte Veröffentlichung erleichtert inkrementelle Analysen und Qualitätskontrollen, bis der vollständige Langzeitdatensatz ohne Brüche vorliegt.

Methodik

Reanalysen verbinden Modellvorhersagen mit Beobachtungen mittels Datenassimilation. CARRA2 zielt auf physikalische Konsistenz zwischen Atmosphärenvariablen und liefert damit multivariate, räumlich und zeitlich konsistente Zeitreihen für Temperatur, Wind, Niederschlag, Feuchte und weitere Größen. Die hohe Auflösung erfordert umfangreiche Rechenressourcen und eine sorgfältige Aufbereitung von Beobachtungen, insbesondere in Höhenlagen und an Küsten.

Anwendungen

CARRA2 unterstützt Klimaforschung, Hydrologie, Gletscher‑, Meereis‑ und Permafrostforschung sowie behördliche Planung. Beispiele sind Trendanalysen, Untersuchungen zu Extremereignissen, die Kalibrierung und Validierung regionaler Klima‑ und hydrologischer Modelle sowie meereisphysikalische Simulationen. Für Schifffahrt, Küstenschutz und Gefahrenanalysen verbessert die Reanalyse die Randbedingungen für Planung und Betrieb.

Workshop im Juni

Ein CARRA2‑Nutzer‑Workshop findet am 10. Juni (ab 13:00 CEST) und 11. Juni (bis 15:00 CEST) statt – vor Ort und per Livestream. Auf dem Programm stehen Einführungen in Datenstruktur und Zugriff im CDS, Anwendungsbeispiele, Hinweise zur Kombination mit lokalen Messreihen und Satellitendaten sowie Fragerunden zu Datenqualität, Parametern und Schnittstellen.

Climate Academy Redaktion · Artikel mit KI-Unterstützung
Originalquelle

Copernicus Climate Change Service

Die Originalquelle ermöglicht die Prüfung des Ausgangsmaterials und möglicher Aktualisierungen.

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